Schwelmer Bernstein
Fakten
Sorte: Vollbier
Preis: EUR
Menge: 0,5 l
Alkohol: 4,8 % Vol.
Herkunft: Schwelm, NRW, Deutschland
Brauerei: Brauerei Schwelm
Wertung
Präsentation: ★★★★★
An dieser Stelle verweise ich mal auf den Test vom Pils der gleichen Brauerei.
Verpackung: ★★★★☆
Ansprechendes, golden angepasstes Schwelmer-Etikett. Auf der Vorderseite prangt das klassiche Schwelmer-Logo, dass dasVerwaltungsgebäude der Brauerei darstellt. Natürlich fehlt auch der Leitspruch “Aus Freude am guten Geschmack” nicht.
Die Rückseite präsentiert neben der Mindesthaltbarkeit und den Zutat auch das “Bier bewusst geniessen”-Logo.
Geschmack: ★★★★★
Definitv eine sehr leckere, würzige Gaumenfreude. Laut der subjektiven Meinung des Tester das beste Bier der Schwelmer Brauerei, höchstens durch das sesional-begrenzte “Bernstein-Bock”, ein Test hiervon wird natürlich bei Gelegenheit nachgeliefert. Leider schmeckt Schwelmer Bernstein auch oft so gut, dass man das o.g Logo auf der Rückseite nicht mehr allzu bewusst Wahrnimmt, das tut dem bewussten Genuss allerdings keinen abbruch. Daher volle 5 Sterne.
Schultheiss Pilsener

Fakten
Sorte: Pilsner
Preis: EUR 0,50
Menge: 0,33 l
Alkohol: 5,0 % Vol.
Herkunft: Berlin, Deutschland
Brauerei: Berliner-Schultheiss-Brauerei (heute vereint mit der Berliner Kindl Brauerei)
Wertung
Präsentation: ★★☆☆☆
Auf der Internetseite der Brauerei finden wir eines der von uns so geliebten bierorientierten Flash-Spielchen. Leider wird es mir für immer ein Rätsel bleiben, was genau es beim “Schultheiss Party-Spiel” zu tun gilt, denn Safari lädt das Spiel erst gar nicht und Firefox hängt sich beim Laden vorsichtshalber auf (übrigens unter Mac OS). Hach ja, Flash in seiner schönsten Form. [Nachträglich noch aus verlässlicher Quelle erfahren, dass das Spiel wohl nicht gerade preisverdächtig ist; daher nachträglich noch eine Abwertung um einen Stern.] Ansonsten gibt’s Plakate, die einen in ihrer Witzigkeit nicht gerade umhauen und angeblich auch noch Radiowerbung. Möchte allerdings iTunes nicht pausieren, um mir diese Spots anzuhören — nach den negativen Erfahrungen auf der Schultheiss-Bier-Party wohl eine verständliche Entscheidung!
Verpackung: ★★★☆☆
Mal wieder goldene Etiketten auf braunem Grund, hier kombiniert mit überwiegend rotem Logo. Auffällig ist die Omnipräsenz des Schultheiß, der auf allen drei Etiketten vertreten ist und den Betrachter mit sonderbarem Blick entgegen schaut. Ist ein Lächeln auf seinen Lippen zu erkennen? Eher hat es den Anschein, dass er eine Augenbraue skeptisch hochzieht und leicht überheblich auf den geneigten Biertrinker hinabblickt. Denn das tut er in jedem Fall: Er blickt hinab! Die Perspektive der Abbildung ist eindeutig so gewählt, dass der Betrachter sich auf der Höhe des Bierkruges befindet, den der Schultheiß in der Hand hält. Diese Perspektive lässt zweierlei Schlüsse zu: Entweder handelt es sich bei unserem Schultheiß um einen riesenhaften Menschen. Oder der Illustrator wollte dem Betrachter andeuten, dass selbiger schon einige Schultheiss Pilsener zu viel genossen hat und nun bereits mit dem Kopf auf dem Tisch liegt. Letztlich gibt es einen Stern mehr als der Durchschnitt, weil der Tester eine Präferenz hat für Figuren auf Etiketten statt Abbildungen irgendwelcher alter Kirchen oder ähnlichem Kram.
Der dokumentarischen Korrektheit wegen noch die Etikettenbeschriftung: “Frisch, würzig und herb. Mit Tradition gebraut — Schultheiss Pilsener steht für echten Berliner Biergenuss seit 1842. Echt Berlin. Echt Schultheiss.”
Geschmack: ★★★☆☆
Ist ein bisschen wässrig aber ansonsten genießbar.
Berliner Pilsner
Fakten
Sorte: Pilsner
Preis: ?
Menge: 0,33 l
Alkohol: 5,0 % Vol.
Herkunft: Berlin, Deutschland
Brauerei: Berliner Pilsner Brauerei
Wertung
Präsentation: ★★★★☆
Auch wenn der rote Bier-Bär an sich ein Sympathieträger ist, ist das Flash-Spielchen, bei dem man dem Bären beim Flaschen-Recycling behilflich sein muss, nicht unbedingt übermäßig unterhaltsam. Dafür sind allerdings die TV-Spots ganz nett — nicht zuletzt, weil das “R” in dem Berlin-Lied so herrlich gerollt wird. Wie man liest, scheint die Brauerei wohl auch ansonsten einiges zu tun, um ihrem Pilsner das gewünschte Image zu verleihen: Man sponsort Sportveranstaltungen, lässt Rikscha-Taxis durch die Hauptstadt fahren und sucht eine Berlin-Hymne.
Verpackung: ★★★☆☆
Goldene Etiketten auf braunem Glas — das hat man sonst auch noch nirgendwo gesehen. Erinnert etwas an die Wernesgrüner-Flaschen, denn auch in Berlin scheint man nach dem Entwurf des Logos die Arbeit eingestellt zu haben und das Logo dann einfach auf sämtliche Etiketten plus Kronkorken gedruckt zu haben. Das Logo selbst ist allerdings ganz gelungen: Der Berliner Bier-Bär trägt ein Tablett mit drei vollen Pils-Gläsern (“feinherb & spritzig im Geschmack”) an der Reichstagskuppel vorbei.
Geschmack: ★★★☆☆
Kann man trinken, muss aber nicht regelmäßig sein.
Hofbräu Festbier
Fakten
Sorte: untergärig, hell
Preis: ?
Menge: 0,5 l
Alkohol: 6,3 % Vol.
Herkunft: Bayern, Deutschland
Brauerei: Hofbräu München
Wertung
Präsentation: ★★☆☆☆
Auch hier haben wir es wieder mit einer eher regionalen Bierspezialität zu tun, von der man jenseits Münchens und Umgebung vermutlich nicht viel mitkriegt, wenn man nicht gerade im gut sortierten Getränkemarkt darauf stößt. Was soll man da bewerten? Die Internetpräsenz ist furchtbar flashig — also einen Punkt Abzug.
Verpackung: ★★☆☆☆
“Mir san mir gilt” ist wohl auch das Motto im Münchner Brauerei-Gewerbe. Entgegen nahezu aller anderen Weihnachts-/Fest-/Winter-Bierflaschen sind auf dieser hier keine Sterne auf blauem Grund zu sehen. Auf dem Front-Etikett ist das verschneite Hofbräuhaus am Platzl abgebildet, daneben ein riesiger Weihnachtsbaum. Auf der Rückseite lesen wir: ”Für den besonderen Anlass — ein elegantes Bier mit wahrem Festcharakter. In München gebraut — in aller Welt getrunken.” Insgesamt sieht das vordere Etikett geringfügig billig aus, mit diesem blau-weißen Farbverlauf und der Rot-Blau-Kombination.
Geschmack: ★★★☆☆
Ganz okay, letztlich nicht anders als die anderen Festbier-/Weihnachts-/Winter-Biere.
Mönchshof Weihnachtsbier

Fakten
Sorte: ? (etwas dunkler mit 13,4 % Stammwürze)
Preis: ?
Menge: 0,5 l
Alkohol: 5,6 % Vol.
Herkunft: Bayern, Deutschland
Brauerei: Kulmbacher Brauerei
Wertung
Präsentation: ★★★☆☆
Dem Tester ist keine erwähnenswerte Werbemaßnahme. Da es sich um ein saisonales Bier handelt, werden Werbemaßnahen wohl auf Kulmbach und Umgebung beschränkt sein.
Verpackung: ★★★☆☆
Es ist ja quasi Standard, dass auf Weihnachts- und Winterbier-Flaschen (übrigens mit Bügelverschluss) blaue Etiketten mit goldenen Sternen zu finden sind. Auch in Kulmbach hält man sich an dieses ungeschriebene Gesetz. Dazu gesellt sich ein Weihnachtsmann mit einer Flasche Mönchhof im Gebäck und einem Bart, der aussieht wie das Fell eines Schneefuchses. Sieht alles in allem schon ziemlich festlich aus. Auf dem rückseitigen Etikett steht leider nur ein winziger Werbespruch: “Die festliche Mönchhof Bierspezialität, exklusiv für die Weihnachtszeit gebraut.” Da hätten wir uns ein bisschen mehr romantisch-verklärte Bierwerbung gewünscht. Dafür sind immerhin die Zutaten in allen Sprachen der Welt aufgelistet.
Geschmack: ★★★☆☆
“Kulmbachs sympathisches Bier” schmeckt auch in der Weihnachtsversion ganz ordentlich.
Altenmünster Winterbier

Fakten
Sorte: irgendwas dunkles mit 13 % Stammwürze
Preis: ?
Menge: 0,5 l
Alkohol: 5,5 % Vol.
Herkunft: Kempten, Deutschland
Brauerei: Allgäuer Brauhaus
Wertung
Präsentation: ★★★☆☆
Nichts besonderes.
Verpackung: ★★★☆☆
Wenig winterlich kommt die Flasche daher: Lediglich ein kleines Etikett schmückt den Flaschenhals, dass höchstens mit seiner grün-blauen Farbe winterliche Assoziationen weckt. Vergeblich sucht man einen winterlich-romantischen Beschreibungstext, der einem das Bier schmackhaft zu machen versucht. Positiv fällt die Flasche aber durch ihren Bügelverschluss und hübsche Glas-Reliefs auf.
Geschmack: ★★★☆☆
Kann man trinken, ragt aber nicht besonders aus den anderen Winterbieren heraus.
Tuborg Weihnachtspilsner
Fakten
Sorte: Pilsner
Preis: ?
Menge: 0,5 l
Alkohol: 7,0 % Vol.
Herkunft: Kopenhagen, Dänemark
Brauerei: Tuborg-Brauerei
Wertung
Präsentation: ★★★★★
Das auch als “Tuborg Julebryg” bekannte Bier wird von einem bekannten Fernsehspot beworben, der sogar älter ist als das Weihnachtsbier selbst (ursprünglich hat er 1980 das normale Pilsener von Tuborg beworben, dann erst wurde 1981 das Weihnachtsbier eingeführt). Die bierverrückten Dänen feiern — zumindest laut Brauerei-Angaben — jedes Jahr ausgelassen den ersten Freitag im November, wenn eine lange Durststrecke zu Ende geht und endlich wieder das Tuborg Weihnachtsbier verkauft wird. An diesem “J-Day” (wegen “Tuborg Julebryg”) fahren doch tatsächlich Brauerei-Mitarbeiter durch’s Land und verteilen in den Kneipen und Gaststätten freies Weihnachtsbier für die Gäste. Däne müsste man sein!
Verpackung: ★★★★☆
Die vorliegende Flasche ist unglücklicherweise aus Plastik und hat einen Schraubveraschluss. Wir gehen aber mal stark davon aus, dass es das Bier auch in vernünftigen Glasflaschen gibt, und ziehen daher mal keinen Stern ab. Auch hier rieselt auf den Etiketten der Schnee, dazu fährt ein älterer Herr mit weißem Bart und rotem Mantel in einem Rentier-Schlitten von rechts nach links über’s Etikett. Eigentümlicherweise hat er ein gefülltes Pilsglas in der Hand. Ist zwar alles nicht sonderlich aufwendig gestaltet, sieht aber kuffig aus und lässt Weihnachtsstimmung aufkommen.
Geschmack: ★★★★☆
Schmeckt würzig aber auch ein bisschen süß; alles in allem recht lecker.
Flensburger Winterbock

Fakten
Sorte: Bockbier, dunkel
Preis: ?
Menge: 0,33 l
Alkohol: 7,0 % Vol.
Herkunft: Schleswig-Holstein, Deutschland
Brauerei: Flensburger Brauerei
Wertung
Präsentation: ★★☆☆☆
Ganz schlimme Internetseite aus 100% Flash, dazu duddelt Musik — ein Garant dafür, dass der Tester unverzüglich Apfel-W drückt. Eine wenig motivierte Google-Suche ergab zudem keinen Hinweis auf irgendwelche Werbemaßnahmen, die sich konkret auf das Winterbier beziehen. Daher gehen wir mal davon aus, dass es derartiges auch nicht gibt und vergeben nur zwei Sterne.
Verpackung: ★★★☆☆
Man könnte sagen, die Flasche ist dem Klimawandel gemäß gestaltet: Abgesehen vom Schriftzug “Winterbock” deuten lächerliche acht Schneeflöcken darauf hin, dass wir es hier mit einem Bier zu tun haben, dass es nur zur kalten Jahreszeit gibt. Allerdings findet der Tester aus unerfindlichen Gründen Gefallen an dem rot-blauen Farbverlauf, der sich über die Etiketten dieser Bügelflasche ergießt. Auf der Rückseite lesen wir: “Das kräftig würzige Bockbier mit der angenehmen Milde. Eine vollmundige Spezialität für dunkle Tage und frostige Nächte.”
Geschmack: ★★★☆☆
Malzig und süffig und mit 7,0 % Vol. nicht gerade harmlos.
Veldensteiner Festbier

Fakten
Sorte: ? (hat 13,7 % Stammwürze, soviel steht fest)
Preis: ?
Menge: 0,5 l
Alkohol: 6,0 % Vol.
Herkunft: Neuhaus an der Pegnitz, Bayern, Deutschland
Brauerei: Kaiser Bräu
Wertung
Präsentation: ★★★★☆
Es ist Weihnachten und bei Kaiser Bräu hat man die Spendierhosen an: Zu jedem Kasten Veldensteiner Festbier schenkt einem die Brauerei ein Päckchen “Feine Nürnberger Oblatenlebkuchen”. Die Werbekampagne für Veldensteiner betrifft zwar zwar nicht speziell das Winterbier, ist aber trotzdem erwähnenswert, weil hübsche, handgezeichnete Plakate zum Einsatz kommen.
Verpackung: ★★★★☆
Auch auf dieser Flasche (übrigens mit Bügelverschluss) leuchten — wie auf so vielen anderen Winterbier-Flaschen — goldene Sterne vor dunkelblauem Hintergrund auf den Etiketten. Auf dem Front-Etikett kann der Betrachter in der Ferne die verschneite Burg Veldenstein ausmachen, zu der ein stilisierter Weg führt. Und seien wir ehrlich: Wenn man in einer verschneiten Winternacht in Mittelfranken unterwegs ist, was gibt es dann Schöneres als in der Burg Veldenstein einzukehren, und ein Veldensteiner Festbier zu genießen? Der Werbetext auf der Rückseite verstärkt nur den aufkommenden Wunsch, irgendwann mal Gast auf besagter Burg sein zu dürfen: “Im Veldensteiner Forst, dem verschneiten Herzen der Fränkischen Schweiz, wird zur Weihnachtszeit ein besonderes Bier gebraut, speziell für die Festtage und den Menschen zum Wohlgefallen. Ausgesuchte Zutaten, unsere einzigartige Wasserqualität und ein hohes Maß an Braukunst machen unser Festbier zu einem festlichen Genuß für Freunde ländlicher Braukunst.” Ein hübsches Fläschchen, auf dem noch die alte Rechtschreibung praktiziert wird.
Geschmack: ★★★☆☆
Ein bisschen süß aber gut. “Probierts’ es, dann spürts’ es!”
Christkindlesmarkt Bier

Fakten
Sorte: ? (irgendwas bernsteinfarbenes)
Preis: ?
Menge: 0,5 l
Alkohol: 6,0 % Vol.
Herkunft: Nürnberg, Bayern, Deutschland
Brauerei: Tucher Bräu
Wertung
Präsentation: ★★★★☆
Der Tester hat zwar selbst nichts davon mitbekommen, doch anscheinend legt sich Tucher bei seinem Christkindlesmarktbier mächtig ins Zeug: “Wie jedes Jahr bietet Tucher dem Handel auch eine innovative Zugabeaktion an. Zu jedem Kasten Tucher Christkindlesmarkt Bier gibt es eine echte Weltneuheit für alle Sammler: festlich blinkende Modelltrucks, in zwei unterschiedlichen Designs, bestückt mit farbigen LEDs.” Leider kann man der Quelle dieses Zitates nicht genau entnehmen, ob diese Werbemaßnahme auch 2009 durchgeführt wurde oder nur in der Vergangenheit. Nichtsdestotrotz: Eine schöne Sache! (In der gleichen Quelle findet sich im Übrigen die Aussage, das Christkindlesmarkt Bier sei der nationale “Marktführer im Segment der Weihnachtsbiere”.)
Verpackung: ★★★★☆
Wie etliche andere Weihnachtsbiere kommt auch dieses in einer Flasche daher, die mit dunkelblau-goldenen Etiketten versehen ist. Vorne ist das Nürnberger Stadtwappen zu sehen und eine Illustration, die den Christkindlesmarkt und die Nürnberger Innenstadt zeigt. Hinten lesen wir, dass es sich um eine “vollmundige Bierspezialität” handle, “nach original Nürnberger Art gebraut. Der besondere Genuss, der jeden Tag zum Festtag macht.” Der Gesamteindruck der Flasche ist weihnachtlich-gemütlich, daher vier Sterne.
Geschmack: ★★★☆☆
Ein okayes Bier, das man gut zwischen Weihnachten und Silvester trinken kann.